Strand-Spuren

wahrnehmen
und 
zulassen
was
jetzt
ist

FRAGEN & ANTWORTEN ZU ACHTSAMKEITSÜBUNGEN

Bitte klicken Sie auf die Frage, dann öffnet sich die Antwort.

Ist die Wirksamkeit der Achtsamkeitsmethode erwiesen?

Ja. Es gibt mittlerweile so viele Forschungsstudien zur Wirkung von Achtsamkeit und Meditation, dass wir hier nicht alle aufführen können. Gerade chronische Erkrankungen werden häufig als Forschungsgrundlage genommen - z. B. Depression, Suchterkrankungen, Angsterkrankungen und chronische Schmerzen. Hier zwei Beispiele zum Thema Schmerzen:

In Untersuchungen von 1986 und 1996 von insgesamt 680 PatientInnen mit chronischen Schmerzen (durchgeführt von Jon Kabat-Zinn) ergab sich eine signifikante Reduzierung der Beschwerden. Diese PatientInnen gaben an, auch 4 Jahre nach dem Kurs weiter Achtsamkeitsübungen durchzuführen.

Auch in Österreich und Deutschland bestätigten 2002 durch Ulrike Tiefenthaler durchgeführte Studien mit FibromyalgiepatientInnen die Wirksamkeit von Achtsamkeitsübungen.

Möchten Sie sich weiter informieren, dann finden Sie eine Liste der Forschungsstudien auf der Internetseite: www.achtsamleben.at/forschung/

Kann ich mich durch Achtsamkeitsübungen besser entspannen?

Achtsamkeit ist eine Methode, die eigene Aufmerksamkeit bewußt zu lenken, auf das was Innen und Aussen im jeweiligen Moment passiert. Es wird kein bestimmter Zustand angestrebt, sondern  die Wahrnehmung wird geschult. Nahezu alle Praktizierenden fühlen sich mit zunehmender Übungspraxis gelassener und ruhiger.

Werde ich glücklicher durch Achtsamkeit?

Durch Achtsamkeit stellen wir einen direkten Kontakt zu jedem Augenblick unseres Lebens her, sei er nun besonders oder ganz gewöhnlich. 
Auch wir selbst nehmen uns dadurch genauer wahr, ohne die langweiligen oder unschönen Seiten des Lebens auszublenden. Achtsamkeit ist also keine Technik, um dem Alltag zu entfliehen. Aber mit ein wenig Übung nehmen wir auch die angenehmen, schmerzfreien und glücklichen Momente in unserem Leben intensiver wahr; denn es gibt sie.
Das führt zu mehr Gelassenheit und innerer Freiheit - und läßt uns letztendlich glücklicher sein.

Bin ich vielleicht zu alt, um Achtsamkeit zu lernen?

Achtsamkeit können Sie in jedem Alter lernen! Es gibt inzwischen Grundschulklassen, in denen den Kindern Achtsamkeit vermittelt wird, und in Hospizen werden mit den BewohnerInnen Achtsamkeitsübungen gemacht. Jeder Mensch in jedem Alter kann es üben und neu erlernen. Freuen Sie sich darauf!

Wie schnell wirken die Achtsamkeitsübungen?

Sie können schon bei den ersten kleinen Atemübungen eine Wirkung spüren. Allerdings ist Achtsamkeit kein Wellness-Angebot und keine neue Diät, die schnell konsumiert werden kann, um dann zu sagen: "Ach nein, hab ich probiert, wirkt auch nicht!" Achtsamkeit bewirkt eine tiefgehende Verhaltensänderung und erfordert selbstverantwortliches Weiterüben, auch nach Abschluß des Kurses. 
Dann können Sie sich auch in Stress- oder Krisensituationen umgehend selbst helfen.

Ist Achtsamkeit schwierig?

Zunächst: jeder Mensch kann achtsam sein oder es lernen. Weise Lehrerinnen sagen: "Achtsamkeit ist einfach, aber nicht leicht." Das Grundprinzip der Achtsamkeit - nämlich bewußt mit der Wahrnehmung im gegenwärtigen Moment zu sein - ist einfach, aber es ist in unserem Alltag nicht leicht umzusetzen.  Mein Tipp: bleiben Sie geduldig mit sich, wenn Ihre Gedanken bei den Übungen immer wieder abschweifen! Das gehört zur Natur unseres Geistes. Niemand kann
dauerhaft perfekt achtsam sein.

Nehmen meine Schmerzen oder meine Krankheitssymptome durch die Übungen ab?

Eine verständliche Frage! Achtsamkeit bedeutet nicht, schmerzfrei oder
symptomfrei zu werden. Vielleicht bleiben die körperlichen Beschwerden, aber das persönliche Leiden daran vermindert sich erheblich. Auf diese Weise kann es sein, dass sich durch das Wechselspiel zwischen Körper und Geist auch die körperlichen Symptome vermindern.
Durch das Annehmen der Situation, das Loslassen von Sorgen und Befürchtungen und das genauere Wahrnehmen der guten, symptomfreien Momente, und nicht zuletzt durch das Einüben von Selbstmitgefühl erleben Sie eine neue Form des Trostes und der Erleichterung.

Bin ich denn selbst an meinen Schmerzen oder Krankheitssymptomen schuld?

Nein, natürlich nicht! Wir werden krank, weil wir Menschen sind und Krankheit zum Leben gehört. Aber wir haben einen Einfluss auf die Faktoren, die unsere Krankheit verschlimmern; bei Schmerzen nennt man das die "sekundären Schmerzen": Sorgen, Ängste, Abwehr gegen die Schmerzen oder Selbstverurteilung verstärken erwiesenermassen die Schmerzen, indem sie z. B. Entzündungen "anfeuern". Hier können wir durch Achtsamkeitsübungen unseren Geist und unser "Herz" schulen. Damit nehmen wir einen Teil der Behandlung selbst in die Hand und lindern unser Leiden an der Erkrankung.

Ist Achtsamkeit eine Religion?

Man muß nicht religiös sein, um Achtsamkeit zu erlernen und es werden auch keine religiösen Inhalte vermittelt.
Achtsamkeit wird seit 2500 Jahren im Buddhismus praktiziert, aber auch in allen anderen Weltreligionen hat Achtsamkeit seinen Platz. Durch Professor
Jon Kabat-Zinn hat die "Methode Achtsamkeit" Eingang in das Gesundheitssystem gefunden und wird seitdem völlig losgelöst von jeglicher Weltanschauung angewandt.

Ja was denn nun? - einige Widersprüche

"Es soll gegen meine Schmerzen wirken, aber das Üben bedeutet nicht, dass ich schmerzfrei werde?"
"Es wird kein bestimmter Zustand angestrebt und trotzdem soll sich durch das Üben etwas ändern?"
"Ich werde mich besser fühlen, obwohl ich noch Symptome habe?"
"Es könnte trotzem sein, dass ich weniger Schmerzen habe und mich entspannen kann?"

Ganz genau!
Auch wenn sich Einiges für Sie noch paradox anhört, haben viele Achtsamkeitspraktizierende und diverse Forschungen genau das bestätigt. Wenn Sie den Übungen folgen, werden Sie durch das Tun die Wirkung selbst spüren.

Alle weiteren Fragen beantworten wir Ihnen ausführlich in den Live-Beratungen unserer Kurse! Trauen Sie sich: keine Frage ist unberechtigt!

 Hier geht es zu den Kursen
nav nav